Einfach sauber. So geht Putzen ohne Stress.
Die wenigsten von uns putzen gerne. Es ist lästig, kostet Zeit und rutscht im Alltag schnell ganz nach unten auf unserer To-do-Liste. Nach einem langen Arbeitstag noch Küche oder Bad schrubben? Darauf hat wirklich niemand Lust. Aber muss Putzen immer so anstrengend und zeitaufwendig sein? Mit ein paar einfachen, cleveren Tricks lässt sich vieles entspannter und schneller erledigen. Wir zeigen euch wie’s geht 😃
Zuerst ein paar simple Grundlagen:
- Erst trocken, dann nass. Krümel und Staub zuerst aufnehmen, dann wischen – sonst wird es schnell schmierig und dauert doppelt so lange.
- Von oben nach unten. Immer zuerst obere Bereiche wischen, damit kein Schmutz auf bereits gereinigte Bereiche fällt.
- Falten statt knüllen. Wischtücher mehrfach falten und Seite für Seite verwenden statt zu knüllen. So arbeitet man sauberer und muss weniger oft wechseln.
❗️Und noch ein wichtiger Sicherheitshinweis: Bitte mischt niemals Reinigungsmittel miteinander! Je nach Kombination kann das zu gefährlichen chemischen Reaktionen, wie etwa ätzenden Dämpfen führen.
Grundlagen verstanden? Prima. Dann heißt es jetzt: An die Lappen, fertig, los!
Küche: Klebefilm adé

In der Küche ist das Hauptproblem meistens ein dünner Fettfilm an Griffen und Schrankfronten. Der sieht zu Beginn harmlos aus, hält aber Schmutz fest wie Klebeband. Der wichtigste Tipp ist hier: Einwirkzeit statt Muskelkraft. Also statt sofort loszu rubbeln und den Schmutz zu verteilen – lieber Reiniger auftragen, kurz warten, dann abnehmen.
Was viele unterschätzen: Spülmittel ist ein ernstzunehmender Fettlöser. Es ist schließlich dafür gemacht, Fett zu lösen und abwischbar zu machen – ganz ohne Spezialprodukt. Mit etwas Wasser in einer Sprühflasche mischen, aufsprühen, wirken lassen, abwischen, Tataa 😊 Für hartnäckige Stellen hilft ein kleiner Trick: Ein nasses Papiertuch mit etwas Spüli auf die betroffene Fläche legen und kurz „einpacken“. Das verstärkt den Effekt, ohne dass man schrubben muss.
Für eingebrannte Flecken, wie etwa im Backofen kann Natron helfen: Natron und Wasser im Verhältnis 1:1 zu einer dicken Paste verrühren, auf die betroffenen Stellen auftragen und mindestens 30 Minuten einwirken lassen. (Bei empfindlichen Oberflächen am besten erst an einer kleinen Stelle testen.)
Und jetzt der Trick für alle, die Mikrowellen-Schmutz hassen: Dampf statt Schrubben. Eine Schüssel Wasser – wahlweise mit etwas Zitronensaft oder Essig – in der Mikrowelle kurz erhitzen, die Tür danach noch ein paar Minuten geschlossen lassen, damit der Dampf einwirken kann – und dann einfach auswischen. Spritzer lösen sich ohne viel Mühe und die Mikrowelle riecht gleich frischer.
Tipp für glänzende Oberflächen: Wenn nach dem Wischen trotzdem Schlieren bleiben, hat man wahrscheinlich zu viel Reinigungsmittel verwendet. Dann einmal mit einem feuchten Tuch ohne Putzmittel nachwischen und anschließend trocken nachpolieren. Fertig.
Bad: Kalk? Wir lösen das.

Im Bad lohnt es sich, die Art der Verschmutzungen kurz zu unterscheiden. Kalk entsteht durch Mineralien im Leitungswasser und legt sich mit der Zeit als Schicht auf Armaturen, Fliesen oder Duschwände. Schrubben führt hier unter Umständen zu zerkratzten Oberflächen. Am besten arbeitet man mit dem chemischen Gegenspieler – einem handelsüblichen Kalklöser oder (vorsichtig dosiert) mit dem Hausmittel Essigessenz. Und auch hier gilt wieder: Einwirkzeit ist alles.
Auf waagerechten Flächen reicht meist Aufsprühen und kurz warten. Armaturen kann man gut mit einem Reiniger-getränkten Tuch „umwickeln“, um das Einwirken zu verstärken. Und wer den Duschkopf entkalken will, kann ihn in eine mit Essigwasser gefüllte Tüte hängen – ein Vollbad für die Brause 🛁
Der Seifenfilm ist eher ein Soft-Problem aber auch er baut sich mit der Zeit auf und wird immer unansehnlicher und hartnäckiger. Zum Glück lässt er sich mit einfachem Reiniger wegwischen. Um das „Wachstum“ zu vermeiden, am besten das Waschbecken morgens oder abends nach der Nutzung einmal kurz mit einem Mikrofasertuch auswischen. Das dauert nur Sekunden und erspart die große Putzaktion.
Für Spiegel gilt: Weniger ist mehr. Zu viel Reinigungsmittel führt nur zu mehr Streifen. Am besten einmal mit dem feuchten Mikrofasertuch abwischen und am Ende nur noch mit einem trockenen, sauberen Tuch nachpolieren.
Tipp: Rasierschaum dünn auf den gereinigten Spiegel auftragen, kurz einwirken lassen und gründlich auspolieren. Es bleibt ein feiner unsichtbarer Film zurück, der den Spiegel eine Zeit lang weniger schnell beschlagen lässt.
Wohnbereich: Leise rieselt der Staub

Im Wohnbereich sollte es natürlich auch ordentlich und sauber aussehen. Gleichzeitig ist dieser Bereich größer und „voller“ als Küche oder Bad – also automatisch zeitaufwändig? Kleiner Tipp: Wenn ihr für den kurzfristig angekündigten Besuch schnell aufräumen müsst, könnt ihr auch priorisieren 😉 Denn die Sauberkeit in der hintersten Zimmerecke ist weniger wichtig als das, was man sofort sieht: Couchtisch, Sideboard, Türgriffe, Fensterbank. Wenn diese Flächen sauber sind, wirkt der Raum sofort gepflegter.
Auch hier gilt: Vor der feuchten Reinigung der Flächen erst einmal Staub wischen. Arbeitet dabei von oben nach unten damit ihr den aufgewirbelten Staub nur einmal wischen müsst. Dabei hilft ein gutes Staubtuch, das den Staub bindet. Wischen funktioniert am besten gleichmäßig in eine Richtung – oder den Staub „einkreisen“, statt ihn nur zu verteilen.
Mit einem Staubwedel seid ihr sogar noch etwas schneller unterwegs – vor allem bei schwer erreichbaren Stellen. Zudem schont er besonders empfindliche Oberflächen. Durch elektrostatische Aufladung zieht er auch feinste Staubteilchen wie ein Magnet an. Wenn er „voll“ ist, schüttelt ihr den Staub im Freien wieder aus. Und bitte verwendet keine Einwegstaubwedel – die verursachen wirklich sehr viel unnötigen Müll.
Böden: Hotspots statt Marathon

Fußböden zu reinigen wird gerne aufgeschoben. Was wie ein Riesenprojekt wirkt, lässt sich aber zwischendurch auf „Hotspots“ konzentrieren: Hauptlaufwege, der Bereich am Eingang, unter dem Esstisch und vor der Küchenzeile. Wenn diese Stellen gepflegt sind, wirkt die ganze Wohnung sofort sauberer.
Fußleisten sind natürlich auch so ein Thema. Staub sieht man dort besonders schnell.Das Abreiben mit einem frischen Trocknertuch kann Staub länger fernhalten, weil es leicht antistatisch wirkt – und es riecht frisch in der ganzen Wohnung 😊
Unser Fazit: Eine Wohnung im klinisch sauberen Showroom-Look mag manchen gefallen, ist in den meisten Fällen jedoch übertrieben. Das Ziel ist, dass sich das Zuhause wohnlich anfühlt. Und dafür braucht es oft keine großen Aktionen, sondern ein paar kleine Handgriffe an den richtigen Stellen ✨
Bildnachweis Header: Canva / Simol
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